Beate Schumann

Malerin

Was mir wichtig ist

Gelassenheit

Gelassenheit ist wie ein stiller Anker: Sie hält Dich fest, wenn die Welt tobt und macht den Blick frei für das, was zählt.

Meine Bilder öffnen den Raum in die Tiefe und Ruhe. Sie laden dazu ein, gelassener zu werden.

Einfachheit

Einfachheit ist die Kunst, alles Überflüssige wegzulassen, um die Freiheit zu finden, die uns im Alltag so oft fehlt.

In meinen Bildern verändere und vereinfache ich Formen und Farben so lange, bis das Einfache und Klare sichtbar wird.

Ganzheit

Innere Ganzheit ist die seltene Übereinstimmung von Denken und Fühlen - der Punkt, an dem wir keine Kraft mehr durch inneren Streit verlieren.

Intuitiv tauchen Formen und Farben auf, die ich bewusst verändere, bis meine Bilder in sich stimmig und klar sind.

Die Klarheit eines Bildes schützt den Betrachter vor der Verwirrung der Welt. Sie bietet einen Raum, in dem das Denken endlich aufhören darf.

Ad Reinhardt - amerikanischer, abstrakter Künstler

Mein Weg zur Malerei

…war ein langer Umweg.

An der Uni lernte ich Theorie und Technik der Kunst. Doch je mehr ich mich mit der Kunst beschäftigte, um so mehr verlor ich die innere Verbindung zu ihr. Meine Bilder verloren an Kraft und wurden blutleer. Irgendwann gab ich das Malen auf und wandte mich anderen Dingen zu.

Mein Weg zurück war radikal. Ich begann mit dem freien, intuitiven Malen; ließ Farben und Formen ohne Plan und Absicht einfach beim Tun entstehen. Wobei es für mich vieles war, nur nicht einfach. Es war befreiend, erfrischend und manchmal aufwühlend. In dieser Phase gab ich mich ganz den spontanen, freien Impulsen hin und genoss den schöpferischen Flow, ohne auf Ergebnisse zu achten.

Heute ist mein Schaffen eine bewusste Verbindung beider Welten. Ich lasse die Intuition den Anfang machen, doch nutze ich meine Erfahrung und meinen Blick auf ein klares Ergebnis, um die Bilder zu einem stimmigen Ganzen zu machen. Es ist ein Dialog zwischem dem freien Impuls und der bewussten Entscheidung.

In dieser Ganzheit entstehen nun meine Bilder. Einfache Formen und Flächen sind dabei das Ergebnis eines inneren Prozesses, in dem Kopf und Gefühl keine Gegner mehr sind.

Vita

Geboren am Niederrhein, aufgewachsen in Hessen, in Frankfurt studiert und in Dresden gearbeitet und gelebt. Seit Ende 2005 in Mainz.

Mitte der 80er Jahre Kunstpädagogik mit dem Schwerpunkt freie Malerei sowie Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften in Frankfurt studiert. Begleitend dazu Schülerin der Städel-Abendschule gewesen. Abschluss des Studiums mit dem Titel Magistra Artium.

Durch das Studium leider die innere Verbindung zu Kunst und eigener Malerei verloren. Deshalb viele Jahre lang als Fernsehjournalistin in Dresden, Leipzig und später in Mainz gearbeitet.

Aus Neugier einen Kurs im Ausdrucksmalen belegt und einen spontanen Ansatz kennengelernt, schöpferisch zu sein.

Bei Michele Cassou diesen spontanen, intuitiven Zugang vertieft und für mich weiter erschlossen. Eine Ausblildung zur Malbegleiterin und Maltherapeutin nach Bettina Egger in Darmstadt gemacht.

Seit 2013 eigenes, kleines Atelier in Mainz, seit Juli 2022 auf dem Layenhof bei Mainz-Finthen. Dort biete ich Erwachsenen die Begleitung beim spontanen, intuitiven Malen an und habe Platz für mein eigenes, künstlerisches Schaffen.

Mein Malprozess

Meine Bilder entstehen zu Anfang absichtslos beim Tun. Ich beginne damit, Farbe auf die Leinwand aufzutragen und folge dabei meinen spontanen Impulsen. Noch weiß ich nicht, wohin das führen soll und was es werden will. Ich bleibe gelassen und male weiter.

Die ersten Assoziationen kommen mir in den Sinn und bald darauf bin ich an dem Punkt, an dem es mir zwingend erscheint, diesen Assoziationen nachzugehen. Damit ist das Thema, der Inhalt des Bildes gesetzt und ich arbeite daran, es klar, einfach und dennoch ästhetisch überzeugend und ansprechend werden zu lassen.

Ich weiß also, oder ahne es jedenfalls, was meine Bilder sagen und dem Betrachter mitteilen wollen. Aber könnte ich das genauso gut mit meinen Worten beschreiben, gäbe es keinen Grund mehr, sie zu malen.

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Wenn wir die Intuition und den Verstand wie zwei starke Beine benutzen, gehen wir nicht nur, wir tanzen durchs Leben.

Clarissa Pinkola Estés - Schriftstellerin, Psychoanalytikerin

Serie “Gezeiten im Kopf”

  • Abstraktes Strukturgemälde Die Wogen glätten sich mit Eierschalen-Textur von Beate Schumann

    Die Wogen glätten sich

    Acrylfarbe und Eierschale auf Leinwand, 80×100 cm

    Der Sturm ist vorbei, doch noch ist es in der Tiefe dunkel. Es braucht Vertrauen und Geduld, bis sich alles setzt und der Geist wieder klar und durchlässig ist.

  • Abstraktes Strukturgemälde Schätze, in den Tiefen verborgen mit Eierschalen-Textur von Beate Schumann

    Schätze, in den Tiefen verborgen

    Acrylfarben und Eierschale auf Leinwand, 80×100 cm

    Manches Versunkene bleibt besser für immer in der Tiefe verborgen. Doch gibt es Schätze, die geborgen werden wollen. Wenn wir gelassen sind, können sie nach oben steigen.

  • Abstraktes Strukturgemälde Inspiration mit Eierschalen-Textur von Beate Schumann

    Inspiration

    Acrylfarbe und Eierschale auf Leinwand, 80×100 cm

    Wie perlende Luftblasen steigen neue Gedanken, Gefühle und Impulse nach oben. Leicht und belebend. Wenn wir entspannt sind und es zulassen.

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